11. August 2014
von Andrea Rawanschad
2 Kommentare

Respektvoller Klartext!

Ich bin ein Freund von klaren Worten. Eigentlich. Denn ich mache eine Einschränkung: ich mag Klartext nur dann, wenn er wertschätzend verpackt ist. Also genauer gesagt, bin ich damit wohl nur ein Freund von respektvollem Klartext.

RespektvollerKlartextWaagerecht

Respektvoller Klartext by Kanzlei waagerecht

Klare Worte reichen meiner Meinung nach alleine nicht, weil sie so oft als persönlicher Angriff (miss)verstanden werden. Denn klare Worte – gerade kritisierende klare Worte – können die Wirkung von scharfen Waffen haben. Und auf Angriff reagieren wir bekanntlich mit Gegenangriff oder Flucht oder Totstellen, denn so funktionieren wir nun mal – reptiles Stammhirn, nix zu machen, da kommt unsere moderne ach so bewusste kognitive Großhirnrinde nicht gegen an. Selbst wenn wir anders wollten. Und dann bleibt leider der sachlich wichtige Inhalt des Klartextes auf der Strecke, was ein denkbar schlechter Nebeneffekt ist. Wenn es aber gelingt, respektvoll klarzutexten und unser Anliegen dem Gegenüber wertschätzend klar zu äußern, dann passt es. Quasi gleichzeitig knallhart und kuschelweich. Eine Kunst. Wenn die noch mit Begeisterung und Fachwissen gepaart ist, wird es erst recht rasant.

Das reflektieren aber die wenigsten und das Resultat ist – meiner Erfahrung nach leider gerade bei Frauen – oft zu große Zurückhaltung bei klaren Worten: fehlender Mut bei Kritik und Meinungsäußerung, unverbindliches BlaBla bei Feedbacks (es sei denn, sie sind positiv), oder auch oft Schweigen und Laufen-Lassen in Diskussionen oder im Projektgeschehen, wo es eigentlich einer klaren korrigierenden Ansage bedürfte.

Und gerade daher ist hier unglaubliches Potential, wenn wir das weiterdenken: Hier kann sich eine echte Führungsstärke bilden, wenn auch mehr Frauen erkennen, dass sie keine Scheu vor klaren und kritisierenden Ansagen haben müssen, da sie diese kommunizieren können ohne respektlos oder unfreundlich sein zu müssen.

Beispiel gefällig? Hier zwei alternative Formulierungen zu demselben Anliegen. Was meint Ihr, welche Version kommt bei den Kritisierten eher an und wird danach wahrscheinlicher sachlich diskutiert?

Da sind ja wieder nur die alten Jury-Mitglieder dabei. Dass muss definitiv anders geregelt werden, wir brauchen auch neue junge Leute in der Jury. 

oder:

Hut ab, wieder eine versierte Jury mit viel Erfahrung, finde ich gut. … Gleichzeitig ist die junge Altersgruppe nicht vertreten. Ich meine, wir brauchen zusätzlich auch junge Leute in der Jury, damit wir das Gremium für die Zukunft fit machen… Was ist Eure Meinung dazu?

Klingt kompliziert? Braucht ein wenig Übung. Und Geduld. Und ist auch sicher nicht immer nötig oder passend, manchmal möchte man ja auch einfach nur Dampf ablassen. Wenn Euch aber etwas wirklich wichtig ist in einer Diskussion oder Verhandlung, versucht es mal mit respektvollem Klartext, ist gesund!

6. August 2014
von Andera Gadeib
2 Kommentare

Frauenquote? Ein klares JEIN!

Bildschirmfoto 2014-08-06 um 13.44.48Was für ein Thema! Es herrscht überall und nirgendwo. Seit Wochen laufe ich mit dem Blogbeitrag im Kopf herum und habe das sichere Gefühl, dass das wohl eine Fortsetzungsgeschichte (hoffentlich nicht -roman) wird. Ich kann gar nicht alles auf einmal aufschreiben, was mir dazu durch den Kopf geht. Das Thema ist ein Prozess, bei mir, jeder/m Einzelnen und der Gesellschaft. Weiterlesen →

27. Juni 2014
von Andera Gadeib
8 Kommentare

Krabbenkorb und Selbstzweifel?!

by FAZ

Bild: FAZ

Ein toller FAZ-Artikel zum Thema Frau und Mann. Er erklärt auch, dass es wichtig ist, schon früh zu beginnen und Mädchen nicht nur zur Anpassung zu erziehen. Sie sollen nicht immer Jedem gefallen wollen.

Ja, Frauen zweifeln mehr. An sich, an ihrem Können, überhaupt. Wenn sie das als Chance erkennen, an sich selbst arbeiten und nicht stets dem Perfektionismus anhängen, dann können sie, einfühlsam wie sie sind,  super erfolgreich sein. Weiterlesen →

17. Juni 2014
von Andera Gadeib
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Goldene Regeln für Entrepreneure?!

Eine wunderbare Idee von JO Consulting gleich 10 goldenen Regeln für den (jungen) Entrepreneur aufzustellen. Super! Mir gefällt Nummer 1 total. Sei authentisch. Alles andere macht überhaupt keinen Sinn und bringt Dir auch nicht den gewünschten Erfolg. Sei Du selbst und hör auf Dich selbst. Weiterlesen →